
Bundestag beschließt niedrigere Ticketsteuer für Flugreisende
Der Bundestag hat eine Senkung der Ticketsteuer im Flugverkehr beschlossen. Der entsprechende Gesetzentwurf wurde am Donnerstagabend mit den Stimmen der Regierungsfraktionen von Union und SPD angenommen. Allerdings sind die Ticketpreise auf vielen Strecken durch den Nahost-Krieg zuletzt deutlich gestiegen, sodass Kunden von Airlines am Ende wenig spüren könnten.
Konkret soll die Abgabe für die Kurzstrecke um 2,50 Euro, auf der Mittelstrecke um 6,33 Euro und bei Fernflügen um 11,40 Euro reduziert werden. Das Finanzministerium hat die Fluggesellschaften aufgefordert, die Senkungen an die Reisenden weiterzugeben. Die Unternehmen leiden aber gerade unter den sprunghaft gestiegenen Kerosinpreisen. In einigen Ländern drohen zudem Versorgungsengpässe.
Die Regelung soll zum 1. Juli 2026 in Kraft treten. Die schwarz-rote Koalition macht damit die Erhöhung der Ticketsteuer vom 1. Mai 2024 wieder rückgängig.
Durch die Absenkung rechnet der Bund mit Steuermindereinnahmen. Für das zweite Halbjahr 2026 werden diese auf 170 Millionen Euro beziffert. In den Folgejahren dürften dem Fiskus dann jährlich bis zu 355 Millionen Euro entgehen. Die Ausfälle sollen ab 2027 durch Einsparungen im Haushalt des Bundesverkehrsministeriums ausgeglichen werden.
