Wer sein Alpaka liebt, führt es spazieren, das weiß jeder Junggesellinnenabschied. Diese Alpakas aber laufen hinein in virtuelle Wälder, vorbei an Kaffeeplantagen, die bald vor digitalen Bohnen nur so strotzen, und zurück zum computerbasierten Hof. Der Schweizer Spieleentwickler Giants Software bringt seine Nutzer nach Südamerika. Die Erweiterung „Beans & Alpacas“ für den Landwirtschafts-Simulator 25 erscheint am 27. Oktober und hat einige Neuheiten im Anhänger. Dazu gehören mehr als 25 neue Maschinen von Herstellern wie Case IH, John Deere, Mercedes-Benz Trucks oder New Holland.
Seit Erscheinen des ersten Landwirtschafts-Simulators im Jahr 2008 hat Giants Software mehr als 40 Millionen Exemplare verkauft. Die Downloads der mobilen Version belaufen sich auf mehr als 100 Millionen. Die Faszination ist auch nach 18 Jahren ungebrochen, allein die aktuelle Ausgabe verkaufte sich bis heute rund fünf Millionen Mal. Die meisten Fans leben in den Vereinigten Staaten, dicht gefolgt vom deutschsprachigen Raum. Mit der neuen Erweiterung expandiert der Hersteller nun virtuell nach Südamerika.

Ohne die Landmaschinen ginge nichts
Die Spieler leben virtuell den Traum des friedlichen Landlebens irgendwo zwischen Feldern, Ställen und vor allem Maschinen. Mit ihnen tuckern die virtuellen Landwirte durch die Felder, unter sich Hunderte PS, und sehen bis zum Horizont wogendes Getreide. Die Maschinen bilden das Grundgerüst des Spiels. Während sich anfangs nur Fendt mit einem Traktor und einem Mähdrescher am Landwirtschafts-Simulator beteiligte, wissen die Hersteller heute um die Anziehungskraft des Spiels. Mehr als 400 Maschinen für jedweden Vorgang der Feldbearbeitung hat die aktuelle Ausgabe im Angebot. Stellt ein Unternehmen heute eine neue Landmaschine vor, ist sie am gleichen Tag im Landwirtschafts-Simulator verfügbar. Die Pläne bekommen die Entwickler mit einiger Vorlaufzeit, jedes Schräubchen sitzt korrekt am virtuellen Fahrzeug.

In „Beans & Alpacas“ bekommt der Fuhrpark nun brasilianischen Zuwachs. Indústrias Colombo bringt Maschinen in die Simulatorwelt, die auf die neue Umgebung und deren Ernteerfordernisse abgestimmt sind. Neben der Neuanschaffung Kaffeebohnen erneuern die Entwickler das Zuckerrohr, auch kann der ländliche Spielwirt das ganze Jahr über Bananen in der Catuaí genannten Welt ernten. Hierfür richtet er ein Schienensystem zwischen Stauden. Die Ernte erfolgt entweder manuell oder durch einen automatisierten Helfer.

Wer eine Pause braucht vom anstrengenden digitalen Hofleben, kann sich anderen Projekten widmen und zum Beispiel Pigment und Harz herstellen, um Häuser zu streichen, oder dem Bau des Forschungszentrums helfen. Hierfür sind außerdem Dinosaurierknochen in dem Gelände versteckt, die im Museum gesammelt werden sollen. Auf der Weide stehen nun Brahman-Rinder, die erwachsenen Alpakas müssen geschoren werden. Um ihre Zufriedenheit zu erhöhen, nimmt der Spieler sie an die Leine und macht einen Spaziergang. In diesem Spiel geht es schließlich um Entspannung für Mensch und (virtuelles) Tier.
Der Landwirtschafts-Simulator 25 ist für den Computer, den Mac, Playstation®5 und Xbox Series X|S erhältlich. „Beans & Alpacas“ erscheint am 27. Oktober als separate Erweiterung und als Edition zusammen mit dem Basisspiel. Es kostet rund 30 Euro.
