Um Kindern und Jugendlichen im Nordosten das Angeln näherzubringen, veranstaltet der Landesanglerverband (LAV) einen Jugendtag. Im Hafen der Hansestadt Boizenburg (Landkreis Ludwigslust-Parchim) können sich junge Menschen diesen Samstag (9. Mai) Tipps von den Profis holen oder selbst Stippruten und Köder bauen, wie der Verband mitteilte. 20 Stände und Stationen seien geplant.
«Angeln zu gehen, ist gesund für die Psyche und schafft nebenbei auch noch ein wirklich großartiges Lebensmittel, ganz ohne Chemie», sagte die stellvertretende Geschäftsführerin des Verbands, Claudia Thürmer, auf Nachfrage.
Angler sind eher im Binnenland unterwegs
In MV würden beim Angeln auf der Ostsee strenge Regeln gelten, erklärte Thürmer. Für Fischarten wie Dorsch oder Aal gebe es etwa ein Fangverbot. Die Anglerschaft sei daher eher im Binnenland unterwegs. «Besonders begehrte Fische sind hier Hecht, Zander, Barsch und auch der Wels, der Längen über zwei Meter erreichen kann.» Auch der Aal sei vorn dabei. Beim Ostseeangeln seien eher Plattfische wie Steinbutt, Scholle, Flunder und Kliesche angesagt.
«Angeln hat in den letzten Jahren einen deutlichen Aufschwung erlebt», sagte Thürmer. Mittlerweile seien rund 49.000 Menschen Mitglied im LAV. Sie engagierten sich vor allem in der Jugendarbeit, im Natur- und Gewässerschutz. Gerade während der Corona-Pandemie habe es einen großen Zulauf gegeben. «Viele Menschen suchen den Kontakt zur Natur.»
Immer mehr Anglerinnen
Im vergangenen Jahr seien dem Verband neben 794 Erwachsenen auch 565 Kinder und Jugendliche beigetreten – der bislang stärkste Zuwachs. Zudem nimmt der Anteil der Anglerinnen zu, wie aus Rückmeldungen der Vereine hervorgeht. Konkrete Zahlen würden dazu aktuell noch nicht erhoben.
Der Jugendtag in Boizenburg ist kostenlos und geht von 10 bis 16 Uhr. Neben dem Bürgermeister von Boizenburg, Rico Reichelt (Die Linke), will auch Umweltminister Till Backhaus (SPD) vor Ort sein.
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