US-Präsident Donald Trump hat ein Dekret zur Überprüfung von KI-Modellen auf nationale Sicherheitsrisiken erlassen. Tech-Konzerne werden demnach zur »freiwilligen Zusammenarbeit« mit der Regierung aufgerufen. Von den Unternehmen wird erwartet, der US-Regierung neue KI-Modelle
binnen 30 Tagen vor Veröffentlichung für Tests zur Verfügung zu stellen.
Das Dekret schafft eine »Koordinierungsplattform«, die vom US-Finanzministerium geleitet werden soll. Damit will die Regierung mit der Industrie auf freiwilliger Basis Sicherheitslücken in den KI-Modellen finden.
Trump lehnte Regulierung mehrmals ab
Eine staatliche Zulassung neuer KI-Modelle ist nicht vorgesehen. Es gehe nicht um die »Einführung einer verpflichtenden behördlichen Lizenz für die Entwicklung, Veröffentlichung, Freigabe oder Verbreitung neuer KI-Modelle«, hieß es im Dekret. Trump hatte eine derartige staatliche Regulierung Künstlicher Intelligenz mehrmals abgelehnt.
Vor zwei Wochen hatte Trump eine geplante Unterzeichnung
verschoben, weil er befürchtete, eine solche Regelung könnte den US-Vorsprung im Bereich der Künstlichen Intelligenz schmälern. Wie stark sich der aktuelle Text von der früheren Version unterscheidet, war zunächst unklar. US-Medien zufolge war geplant, dass die Regierung schon 90 Tage vor der Veröffentlichung neue KI-Modelle testen darf. Trump ließ den Text offenbar auf Druck der Branche abschwächen.
Anlass für die Verordnung sind auch die befürchteten Risiken neuer KI-Modelle wie Mythos von Anthropic. Das Modell soll Schwachstellen in Computersystemen aufdecken können, zum Beispiel von Banken, Regierungen oder Krankenhäusern. Deutsche Verfassungsschützer und Sicherheitspolitiker hatten gewarnt,
Kriminelle oder staatliche Akteure könnten das Programm für Cyberangriffe
nutzen.
