Aus der Serie:
Jetzt mal was anderes
DJ Deficit vs. Soda Blaze, das klingt besser als ein Zwist zwischen Lars Klingbeil und Markus Söder. Die Politik könnte von Hollywood lernen. Zum Beispiel: Namensgebung.
© Dina Litovsky/Polaris/ddp
Wer es zu etwas bringen will, braucht vor allem eins: einen guten Namen. Einen, der klingt, als hätte ihn ein Schamane in einer mondbeschienenen Hütte im Osten von Peru bei feinherbem Rosé aus dem Ica-Tal erdacht.
Seien wir ehrlich: Würde man auf ein Konzert von Stefani Joanne Angelina Germanotta gehen? Wohl kaum. Aber bei Lady Gaga kaufen wir Tickets, Fan-T-Shirts und akzeptieren Fleischkleider als legitime Abendgarderobe. Ähnlich verhält es sich mit Paul David Hewson – ein Name, der eher nach linkem Verteidiger von Sheffield Wednesday klingt als nach Poprevolution. Doch bei Bono nehmen wir es hin, abendfüllend mit Weltverbesserung zugetextet zu werden, wo wir doch nur U2 hören wollten. Und wo wir bei einem Ludwig Franz Hirtreiter schreiend davonlaufen würden, stoßen wir bei Rex Gildo ein vierfaches »Hossa« auf die »Fiesta Mexicana« aus!
