
Krise? Welche Krise? Die Welt der Feinschmecker kennt keine Krisen. Luxus geht immer, egal wie es gerade um die Konjunktur bestellt ist, wo auch immer gerade Krieg geführt wird. Und es sind nicht nur die Superreichen, die sich das gute Leben nicht vermiesen lassen. Längst hat auch die Mittelschicht den Genuss für sich entdeckt. Gut zu essen und zu trinken, ist ihr wichtig.
Längst hat jede größere Stadt ein Food-Festival: „Identità Golose“ in Mailand, „Salon del Gusto“ in Turin und „Il Tavolo“ in Zürich, „Food & Fun“ in Reykjavík. Auch das breite Publikum strömt mittlerweile zu Genusstreffen aller Art. Allein in Deutschland locken Publikumsmessen wie die „Eat“ in Berlin, die „Eat & Style“ in Hamburg und die „Kulinart“ in Frankfurt jedes Jahr Zehntausende Besucher an.
Die „Kulinart“ ist dabei eine Art Vorreiter in der Szene. Die Publikums- und Fachmesse findet am 3. und 4. Oktober schon zum 22. Mal in der Mainmetropole statt. Im Casinogebäude auf dem Campus Westend der Goethe-Universität erwarten die Besucher dann wie in den Vorjahren rund 80 Aussteller mit einer erstaunlich breiten Palette an Produkten.
Einige Produzenten bieten Waren zu günstigeren Messepreisen an
Dazu gehören klassische Lebensmittel von Brot, Fleisch, Wurst und Käse über Schokoladen und Pralinen, Essige und Öle bis hin zu vegetarischen Aufstrichen, Gewürzen und Antipasti-Kreationen. Außerdem sind regionale Winzer, Bierbrauer, Kelterer und Schnapsbrenner mit ihren Weinen, Sekten, Craft-Bieren, Apfelweinen und Spirituosen wie Gin, Whisky und Obstbränden auf der Messe vertreten. Die Besucher können sämtliche Produkte nicht nur probieren, sondern auch direkt bei den Ausstellern kaufen. Manche Produzenten bieten ihre Waren sogar zu günstigeren Messepreisen an.
Es geht den Veranstaltern nach eigenen Worten bei der „Kulinart“ in erster Linie um regionale Vielfalt und handwerkliches Können. Aber auch Nachhaltigkeit und bewusster Konsum spielen für sie wie für die Aussteller und die Besucher eine wichtige Rolle. Die Zielgruppe der Messe sind „Feinschmecker und Hobbyköche, aber auch Gesundheitsbewusste und Designinteressierte“. Wohl auch deshalb beschränkt sich das Programm nicht nur auf Feinkost und Delikatessen, von einigen Ausstellern werden auch Küchenzubehör und Accessoires präsentiert. Außerdem gibt es verschiedene Kochshows, Verkostungen und Workshops.
Die Tickets für beide Messertage kosten jeweils zehn Euro im Vorverkauf und 13 Euro an der Tageskasse. Ermäßigte Karten kosten sechs beziehungsweise neun Euro. Für acht Euro gibt es im Vorverkauf außerdem ein „Happy Hour Ticket“, das jeweils von 15 Uhr an gilt. An der Tageskasse kostet es zehn Euro.
Nina-Rubinstein-Weg 1, Frankfurt, Internet www.kulinart-messe.de. Geöffnet am 3. und 4. Oktober jeweils von 11 bis 18 Uhr.
