Eine unabhängige Untersuchungskommission der Vereinten Nationen (UN) hat den israelischen Behörden und Sicherheitskräften vorgeworfen, palästinensische Kinder bewusst ins Visier genommen zu haben. Das habe zu Völkermord, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und
Kriegsverbrechen im Gazastreifen sowie zu Kriegsverbrechen im besetzten
Westjordanland geführt, heißt es. Die israelische Vertretung bei der UN in Genf wies die Anschuldigungen entschieden zurück. Sie bezeichnete den Bericht als weiteren
»diffamierenden Propaganda-Bericht« und »verleumderische Farce«.
Der Bericht kommt von der »Unabhängigen Internationalen
Untersuchungskommission für das besetzte palästinensische
Gebiet, einschließlich Ost-Jerusalem, und Israel«. Darin setzten sich die Autoren mit Verstößen gegen palästinensische Kinder seit dem Beginn des
Krieges im Gazastreifen zwischen Israel und der Terrororganisation Hamas nach dem Angriff auf Israel am 7. Oktober 2023 auseinander. Laut dem Bericht sind rund 30 Prozent der Opfer im Gaza-Krieg Kinder.
Demnach wurden palästinensische Kinder während des Krieges
bewusst getötet. Das betreffe auch die Zeit nach dem Inkrafttreten der Waffenruhe im
Oktober 2025. Die Autoren des Berichts sehen darin ein Schlüsselelement. Es belege die
völkermörderische Absicht der israelischen Behörden und
Sicherheitskräfte, die Palästinenser-Organisation ganz
oder teilweise zu zerstören. Der
Vorsitzende der Kommission, Srinivasan Muralidhar, sagte: »Die Beweise zeigen, dass
palästinensische Kinder von den israelischen Sicherheitskräften
gezielt ins Visier genommen und getötet wurden.«
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