
Einer der 14 spanischen Passagiere von dem Kreuzfahrtschiff „Hondius“ ist in der Quarantäne in Madrid positiv auf das Hantavirus getestet worden. „Die Person ist isoliert, ohne Symptome und wohlauf“, schrieb Gesundheitsministerin Mónica García auf der Plattform X. Die PCR-Tests der anderen 13 Spanier im Militärkrankenhaus Gómez Ulla in Madrid hätten ein negatives Ergebnis gezeigt.
Der staatliche spanische TV-Sender RTVE berichtete, es würden weitere Test vorgenommen, um die Ergebnisse zu bestätigen. Spanien hat für die 14 Personen eine Isolation von bis zu 42 Tagen gerechnet ab dem 6. Mai angeordnet.
Zuvor hatten bereits Frankreich und die USA je einen positiven Test bei Passagieren gemeldet, die am Sonntag von der „Hondius“ evakuiert und in die Heimat geflogen worden waren. Der Zustand der Frau in Frankreich habe sich in der Nacht verschlechtert, sagte Frankreichs Gesundheitsministerin Stéphanie Rist im Sender France Inter.
Das US-Gesundheitsministerium hatte mitgeteilt, bei einem der 17 von Teneriffa zurückgeholten Landsleute habe ein PCR-Test „mild positiv“ auf das Hantavirus angeschlagen. Weitere Erläuterungen gab es zunächst nicht. PCR-Tests können bereits eine sehr geringe Virenmenge nachweisen.
Die 14 Spanier, 5 Franzosen und 17 US-Bürger waren Passagiere der von einem Hantavirus-Ausbruch betroffenen „Hondius“, die am Sonntag nach Teneriffa gekommen war. Unter strengen Sicherheitsvorkehrungen waren noch am selben Tag erste Sonderflüge gestartet, um die Menschen aus insgesamt 23 Nationen in ihre Heimat zu bringen und eine Ausbreitung des Virus zu verhindern. Die Aktion wurde am Montag abgeschlossen, nachdem alle Passagiere und ein Teil der Mannschaft ausgeflogen worden waren. Das Schiff setzte danach seine Fahrt mit einer Restmannschaft Richtung Niederlande fort.
Insgesamt starben bisher drei Passagiere der „Hondius“. Bei ihnen wurde eine Infektion mit der südamerikanischen Unterart Andesvirus nachgewiesen oder vermutet.
