Jedes Jahr im Frühling kommt in Chicago eine ganze Kleinstadt zusammen. Mehr als 40.000 Menschen tauschen sich dann auf dem Jahreskongress der American Society of Clinical Oncology über die Behandlung von Krebs aus, folgen Vorträgen von Wissenschaftlern über ihre neuesten Forschungsergebnisse und diskutieren über Therapiemöglichkeiten. Nicht immer ist die Stimmung euphorisch – doch dieses Jahr könnte ein ganz besonderes sein.

Da ist ein Bericht über Fortschritte in der Therapie des Bauchspeicheldrüsenkrebses, jenes aggressiven Tumors, der bislang als kaum behandelbar gilt. Da sind Neuigkeiten über den schwarzen Hautkrebs, der mit einer individuellen Impfung bekämpft werden kann. Und da sind neue Erkenntnisse zur Behandlung von Brustkrebs, die dazu führen könnten, vielen Frauen eine belastende Chemotherapie zu ersparen.