Nach diplomatischen Zugeständnissen aus den USA hat Nordkorea mindestens zehn Kurzstreckenraketen abgefeuert. Wie das südkoreanische Militär mitteilte, flogen die Geschosse ins Japanische Meer östlich der asiatischen Halbinsel. Die hohe Zahl der Raketenstarts ist ungewöhnlich für das Regime von Machthaber Kim Jong-un.
Wenige Tage zuvor hatte sich eine Annäherung zum südkoreanischen Nachbar und dessen US-amerikanischer Schutzmacht angedeutet. Dabei kamen diese Kims Regime entgegen. So soll ein gemeinsames Militärmanöver, das die beiden Länder derzeit durchführen, solle deutlich kleiner ausfallen.
Militärübung endet am Freitag
Die Militärübung soll nur halb so lange laufen wie geplant und bereits am Freitag enden. Den südkoreanischen Außenminister informierte die US-Regierung darüber im Vorfeld nicht, wie südkoreanische Medien berichteten. Dennoch sagte der südkoreanische Präsident Lee Jae Myung, er unterstütze Trumps Annäherungsversuch, »auch wenn dies bedeutet, die gemeinsamen Militärübungen zwischen Südkorea und den USA zurückzufahren«.
US-Präsident Donald Trump sprach am Wochenende von einer »sehr
guten Beziehung« zu Kim. Außerdem gab er an, dass er Kim noch in diesem
Jahr persönlich treffen wolle. Für direkte Gespräche mit dem
nordkoreanischen Diktator sprach sich Südkoreas Präsident bereits Mitte August aus.
Nordkorea fordert sofortiges Ende des Militärmanövers
Trotz des Entgegenkommens übte Nordkoreas Regime weiterhin Kritik an den Militärübungen. Dies ändere nichts an deren »provokativem und offensivem Charakter«, sagte die Schwester des Machthabers Kim Yo-jong laut der nordkoreanischen Nachrichtenagentur KCNA.
Die USA treten seit den 1950er-Jahren als Schutzmacht von Südkorea auf, und haben derzeit rund 28.500 Soldaten in das Land stationiert. Das benachbarte Regime in Pyöngjang verfügt laut unterschiedlichen Quellen über zahlreiche Atomwaffen.
