Menschen in Deutschland neigen angesichts der wirtschaftlichen Lage aktuell vermehrt zum Sparen. Das geht aus der jüngsten Studie der Marktforschungsinstitute NIM und GfK zum Konsumklima hervor. Die Sparneigung sei kräftig gestiegen, die Einkommenserwartungen seien gleichzeitig deutlich gesunken, teilten die Institute als Ergebnis ihrer monatlichen Erhebung mit. Auch die Bereitschaft zu größeren Ausgaben sei leicht zurückgegangen.
Die Einkommenserwartungen erreichten den niedrigsten Wert seit April. »Die Mehrheit der Haushalte rechnet damit, dass die hohen Energiepreise ihre Kaufkraft verringern werden«, sagte NIM-Konsumexperte Rolf Bürkl. »Folglich sind sie skeptischer, was die künftigen Einkommensaussichten für die nächsten zwölf Monate betrifft.«
Die Sparneigung ging noch einmal sprunghaft nach oben und erreicht einen Wert, wie er seit der Finanzkrise 2008 nicht mehr gemessen wurde. »Die hohen Energiepreise schüren die Verunsicherung unter den Verbrauchern und sorgen dafür, dass sie es in Anbetracht der allgemeinen Wirtschaftslage derzeit für ratsam halten, zu sparen«, analysieren die Konsumforscher.
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