Als der Bundeskanzler am Morgen nach dem Treffen mit
Gewerkschaften und Wirtschaftsverbänden im Bundestag über seine Reformen
spricht, kann man seinen Äußerungen einen neuen Tonfall entnehmen. Friedrich Merz lobte die »die gute, sehr konstruktive Atmosphäre« beim
dreieinhalbstündigen Austausch im Kanzleramt, zu dem man ihn im Vorfeld
förmlich überreden musste.
Nun aber will Merz das Format sogar fortsetzen. »Ich möchte,
dass wir zuhören, dass wir dann aber auch Entscheidungen treffen.« Das Ziel
seiner Koalition sei es, bei den angestrebten Reformen, »in den nächsten Wochen
und Monaten Vorschläge zu entwickeln und vorzulegen.« Dann entscheide man
gemeinsam im Bundestag.
