
Beim Absturz eines Kleinflugzeugs mit Touristen an Bord sind in Peru 13 Menschen ums Leben gekommen – darunter laut einem Medienbericht auch zwei Deutsche. Wie die Behörden in dem lateinamerikanischen Land am Samstag mitteilten, starben elf ausländische Touristen und zwei Besatzungsmitglieder bei dem Unglück im Süden des Landes. Überlebende gab es keine. Die Touristen wollten die jahrtausendealten sogenannten Nazca-Linien sehen.
Die Behörden machten zunächst keine genaueren Angaben zur Nationalität der Opfer. Das Außenhandelsministerium erklärte aber, bei den Touristen habe es sich um Ausländer gehandelt. Der Radiosender RPP berichtete, unter den Opfern seien „sieben Italiener, zwei Deutsche und zwei Spanier“.
Der Absturz ereignete sich am Samstag kurz nach dem Start der Maschine vom Flughafen Pisco. Bei dem Flugzeug handelte es sich um eine Cessna Caravan C-208 der peruanischen Fluggesellschaft Aerodiana. Die Maschine sei gegen 12.10 Uhr Ortszeit vom Flughafen Pisco gestartet, teilte das Verkehrsministerium mit. Gegen 13.00 Uhr habe die Besatzung einen Notfall gemeldet, woraufhin der Funkkontakt abgebrochen sei. Die Maschine sei nach dem Absturz in Brand geraten, sodass eine Rettung unmöglich war, berichtete der peruanische Sender RPP. Die Absturzursache war zunächst unklar. Die Regierung kündigte eine Untersuchung an.
Im Onlinenetzwerk Facebook veröffentlichte Aufnahmen zeigten Feuerwehrleute und Polizisten im Einsatz an den Trümmern des noch qualmenden Flugzeugs. Pisco verfügt über einen Flugplatz, auf dem dutzende kleine Maschinen verkehren, die hauptsächlich ausländische Touristen befördern. Die berühmten Nazca-Linien lassen sich besonders gut aus der Luft sehen.
Im Jahr 2022 waren bei einem Flugzeugabsturz sieben Menschen ums Leben gekommen, darunter zwei Chilenen und drei Niederländer. Im Oktober 2010 starben vier britische Touristen und zwei peruanische Besatzungsmitglieder, als ein Flugzeug der Gesellschaft AirNasca abstürzte, nachdem es die Touristen zu der Stätte geflogen hatte, um sie zu besichtigen.
Bei den Nazca-Linien handelt es sich um Scharrbilder von gewaltigen Dimensionen. Sie wurden zwischen 500 vor und 500 nach Christus von der Nazca-Kultur im Süden des heutigen Perus durch Abtragung der dunklen Kieskruste vom Untergrund angelegt und stellen Tiere, stilisierte Pflanzen, Phantasiefiguren oder geometrische Formen dar. Ihre genaue Bedeutung bleibt ein Rätsel, manche Forscher halten sie für eine Art Kalender.
