
Knapp zehn Jahre nach dem Raubüberfall auf Kim Kardashian in einem Pariser Hotel hat ein französisches Gericht ihr Schadenersatz in Höhe von einem Euro zugesprochen. Das Gericht folgte mit der Summe einem Vorschlag der kalifornischen Realitydarstellerin und Unternehmerin, die lediglich eine symbolische Zahlung verlangt hatte.
Während der Paris Fashion Week war Kardashian Anfang Oktober 2016 von mindestens acht maskierten und bewaffneten Tätern in ihrer Suite heimgesucht worden. Wie sie das Gericht bei dem Strafprozess im vergangenen Jahr wissen ließ, fesselten die Räuber die Fünfundvierzigjährige mit Kabelbindern und zwangen sie ins Badezimmer. Kardashian habe um ihr Leben gefürchtet.
Kardashian wurde damals von ihrer Stylistin Simone Harouche begleitet, die ebenfalls auf ihren Antrag hin einen Dollar zugesprochen bekam. Wie beide mehreren US-Medien in einem gemeinsamen Statement mitteilten, sei es ihnen nicht um Entschädigung, sondern um Rechenschaft gegangen: „Wir sind dem französischen Justizsystem dankbar, dass es uns als Opfer anerkannt hat.“
Wie die Nachrichtenagentur AP berichtet, wurden einem ehemaligen Hotelmitarbeiter, der nach eigenen Angaben durch den Vorfall traumatisiert wurde, knapp 110.000 Euro zugesprochen. Das Hotel erhielt rund 50.000 Euro. Beeindrucken würden Kardashian solche Summen ohnehin nicht: Das Magazin „Forbes“ beziffert ihr Vermögen aktuell auf 1,9 Milliarden Dollar.
Die Täter, die damals Schmuck und Uhren im Wert von mehr als sechs Millionen Dollar mitnahmen, wurden später zu einigen Jahren Gefängnis verurteilt. Die Beute, darunter der etwa vier Millionen Dollar teure Verlobungsring von Kardashians damaligem Ehemann Ye, früher Kanye West, bleibt aber verschwunden.
