Diese erfrischenden Lemon Possets bestehen aus gerade
einmal drei Zutaten und werden direkt in den ausgehöhlten Zitronenschalen
serviert. An heißen Sommertagen spart man sich so nicht nur die Backofenwärme,
sondern auch den Abwasch. Das Posset gehört zu den ältesten Desserts Großbritanniens,
seine Wurzeln reichen bis ins Mittelalter zurück. Damals handelte es sich
allerdings nicht um einen Nachtisch, sondern um ein warmes Getränk aus
gewürzter Sahne, die mit Wein oder Ale zum Gerinnen gebracht wurde. Erst im 19.
Jahrhundert entwickelte sich daraus das heute bekannte, kalt servierte Dessert.
Es besteht in der Regel nur aus Sahne, Zucker und Zitronensaft, ich gebe noch
etwas Vanille dazu. Die Säure lässt die
Milchproteine in der heißen Sahne gerinnen: Beim Abkühlen entsteht so ganz ohne
Gelatine oder Eier eine überraschend feste, seidige Creme. Wer mag, bestreut
die Possets kurz vor dem Servieren mit etwas Zucker und karamellisiert diesen
mit einem Küchenbrenner goldbraun. So entsteht eine knusprige Schicht, die an
eine Crème brûlée erinnert.