
In der kanadischen Stadt Belleville ist ein Polizist bei einem Schusswechsel mit einer Person vor einer Synagoge verletzt worden. Die örtliche Polizei teilte auf Facebook mit, dass sich der Vorfall am Sonntagabend gegen 19.10 Uhr (Ortszeit) ereignete. Sowohl der Polizist als auch der Verdächtige erlitten Verletzungen und wurden ins Krankenhaus gebracht.
Der Schusswechsel ereignete sich vor der „Sons of Jacob“-Synagoge in Belleville, etwa 180 Kilometer östlich von Toronto, während sich Gemeindemitglieder dort versammelt hatten, um Jom Kippur zu begehen, den höchsten Feiertag im jüdischen Kalender.
Die Polizei äußerte sich nicht dazu, wie es zu dem Schusswechsel gekommen war oder ob die Synagoge und die jüdische Gemeinde gezielt ins Visier genommen wurden. Sie erklärte jedoch, dass keine Gefahr für die öffentliche Sicherheit bestehe. Nach dem Vorfall teilte die Polizei von Toronto mit, dass sie die Streifenfahrten bei Synagogen sowie ihre Präsenz in der Nähe jüdischer Gemeinden verstärken werde.
„Niemand in der Synagoge wurde verletzt“, bestätigt die betroffene „Sons of Jacob“-Gemeinde auf Facebook. Alle geplanten Veranstaltungen zu Jom Kippur wurden abgesagt.
Ontarios Regierungschef Doug Ford teilte auf der Plattform X mit, seine Gedanken seien bei der jüdischen Gemeinde: „Diese hat jedes Recht, sich sicher und ohne Angst zu versammeln und ihre Feste abzuhalten.“ Er erwarte, dass alle Verantwortlichen festgenommen und mit der vollen Härte des Gesetzes bestraft werden.
