
Durchtrennte Kabel an den Gleisen bei Gelsenkirchen haben für massive Störungen im Nah- und Fernverkehr im Ruhrgebiet gesorgt. Seit der Nacht hatte der Bahnverkehr im Hauptbahnhof stillgelegen. Nach Abschluss der Reparaturarbeiten am Mittag rollten erste Züge auf der Strecke im Großraum Gelsenkirchen wieder an. Mit Störungen sei aber bis in den Nachmittag hinein zu rechnen, sagte eine Sprecherin.
Seit Samstagmorgen um 4.15 Uhr war es zu mehreren Signalstörungen bei Gelsenkirchen gekommen, nachdem Unbekannte diverse Kabel durchtrennt hätten, teilte eine Bahnsprecherin mit. Daraufhin kam der gesamte Zugverkehr rund um Gelsenkirchen zum Erliegen.
Insgesamt seien bis zum Mittag 300 Züge im Nah- und Fernverkehr von den Störungen betroffen gewesen. Regionalbahnen rund um Gelsenkirchen fielen demnach aus, wurden großräumig umgeleitet oder endeten früher. Der Fernverkehr sei großräumig umgeleitet worden.
Täter sind laut Polizei grob vorgegangen
Ermittler von Landes- und Bundespolizei waren laut Mitteilung der Polizei in den frühen Morgenstunden am Tatort und sicherten Spuren. „Wir ermitteln in alle Richtungen“, sagte ein Polizeisprecher. Nach bisherigen Erkenntnissen gebe es keine konkreten Hinweise auf Sabotage. Vielmehr gehe man aktuell von einem Kabeldiebstahl entlang der Bahnstrecke im Stadtteil Gelsenkirchen-Ückendorf aus, sagte ein Sprecher der Polizei Gelsenkirchen.
Die Unbekannten hätten die Kabel an den Gleisen an mehreren Stellen durchtrennt und herausgerissen. Dabei seien die Täter sehr grob vorgegangen, so der Sprecher. Einige Kabel seien auch entwendet worden, hieß es in einer Mitteilung der Polizei. In der Folge seien Signalanlagen und Steuerungskabel ausgefallen.
