
Jürgen Klopp
Der 15. August ist ein Feiertag. Fußballfans freuen sich darauf. Denn vor ein paar Wochen ist dieser gebeutelten Glaubensgemeinschaft ein Erweckungserlebnis angekündigt worden: Der Erlöser kommt. Zumindest wird Jürgen Klopp als neuer Bundestrainer die Hand auf die vom Glauben an ihre Stärke abgefallene Nationalmannschaft legen. So stellen sie sich das vor beim DFB und im Land. Dass dieser „Trainer-Gott“, wie alle Welt behauptet, nur ein Wort sprechen müsse, und schon werde wieder alles rund. Der gläubige Klopp, er besitzt eine Klopp-Edition der Luther-Bibel, schwört allerdings auf harte Arbeit mit Hand und Fuß auf dem Feld. Das wirkt belebend, passt nur nicht zum 15.: Katholiken feiern dann die Himmelfahrt der Mutter Gottes.
Omar Artan
Die Bekanntheit hat der somalische Schiedsrichter Omar Artan Präsident Donald Trump zu verdanken. Der sieht Artans Herkunftsland Somalia als Drecksloch an und ließ daher – gegen den Geist der WM – den von der FIFA benannten Schiedsrichter nicht zur WM in den USA einreisen. Der europäische Fußballverband UEFA belohnt ihn nun: Omar Artan, bisher mit Erfahrungen vor allem im Afrika-Cup und 2025 Afrikas Schiedsrichter des Jahres, darf am Mittwoch das Spiel um den Supercup pfeifen, in dem sich die europäischen Gewinner von Champions League und Europa League gegenüberstehen.
Sebastian Ebel
Das Urlaubsgeschäft gleicht 2026 einer Achterbahnfahrt: Erst starke Frühbucherzahlen, dann mit der Eskalation in Nahen Osten eine Flaute, zuletzt steigende Last-Minute-Buchungen, da Zögernde doch nicht auf Reisen verzichten wollen. Die Folgen für das Geschäft muss Sebastian Ebel, der Vorstandschef des Reisemarktführers TUI, mit den Quartalszahlen erläutern. Im Frühjahr hatte er die Jahresprognose gekappt, das erwartete Gewinnwachstum wurde abgesagt. Nun geht es um die Frage, ob die gestutzten Ziele halten. Da Urlauber auch stärker aufs Geld schauen, hat TUI schon angekündigt, das Hotelangebot im günstigeren Dreisternesegment zu ergänzen.
Dominic Dorfner
Der promovierte Physiker Dominic Dorfner steht seit dem 1. August an der Spitze des Technologiekonzerns Jenoptik. Nach Stationen in der Beratung bei Roland Berger, im Geschäft mit Antriebstechnik bei Voith und mit Leistungselektronik bei Semikron Danfoss hat er erstmals die Verantwortung für ein börsennotiertes Unternehmen übernommen. „Neu ist sicher, dass man am Kapitalmarkt ein schnelleres Feedback bekommt“, sagt Dorfner. Am Mittwoch stellt er die Halbjahreszahlen des M-Dax-Konzerns vor.
Young Liu
Wie viele Unternehmen zieht der Hype um Künstliche Intelligenz (KI) mit sich nach oben? Die Halbjahresdaten des taiwanischen Auftragsfertigers Foxconn vom Mittwoch könnten dafür ein Indiz liefern. Das Unternehmen, offiziell Hon Hai Precision Industry, wurde bekannt als Fertiger von iPhones für Apple. Doch Young Liu, der vom Unternehmensgründer Terry Gou zum Nachfolger an der Spitze von Foxconn ausgewählt wurde, hat früh auf Diversifizierung gesetzt. Seinen Konzern hat Young Liu inzwischen zu einem wichtigen Lieferanten von Open AI gemacht, er baut die Schaltschränke für die Rechenzentren, auf die KI angewiesen ist, und verdient daran mehr als an den iPhones.
