Trump will das Iranproblem vom Tisch haben, egal wie. Er sagt, Netanjahu habe keine andere Wahl, als einen Deal zu akzeptieren. Stattdessen fliegen wieder Raketen.
© Ammar Awad/Reuters
Eines kann man nicht behaupten: dass die amerikanische
Außenpolitik im Verborgenen stattfindet. Noch während am Sonntag das erste
Mal seit Inkrafttreten der Waffenruhe vor 61 Tagen wieder iranische Raketen in
Richtung Israel unterwegs waren, nahm US-Präsident Donald Trump Anrufe von Reportern
entgegen. Mit ihnen erörterte er, wie die USA reagieren könnten und was er in
seinem Telefonat mit Israels Premierminister Benjamin Netanjahu sagen werde, um
diesen von Vergeltungsschlägen abzuhalten. Alles war dann direkt nachzulesen: bei
Axios, der Financial Times, Fox News. Mehr Transparenz war nie, rühmt
sich das Trump-White-House gerne. So gesehen stimmt das: Man kann dem Präsidenten
quasi beim Abwägen seiner Optionen zusehen. Einzigartig, indeed.
