Nach der Einigung der USA und des Iran sind nur wenige Details des Rahmenabkommens bekannt. Nach Angaben der halbamtlichen iranischen Nachrichtenagentur Mehr soll die Absichtserklärung beider Länder 14 Punkte enthalten. Demnach sieht das Papier ein sofortiges und dauerhaftes Ende des Krieges an allen Fronten, einschließlich des Libanons vor. Das hatte auch Pakistan bestätigt, das zwischen beiden Ländern vermittelt hatte. US-Präsident Donald Trump sprach in einem Beitrag auf seiner Internetplattform dagegen lediglich von einem »großen Deal«, der »Frieden und Sicherheit für die gesamte Region« bringen solle.
Laut Mehr sollen zudem mit einer Frist von 30 Tagen die US-Seeblockade vollständig aufgehoben und die Straße von Hormus unter iranischer Regie wieder geöffnet werden. Donald Trump ordnete direkt mit der Bekanntgabe der Einigung an, dass die USA ihre Blockade iranischer Häfen beende. Zudem kündigte er die Öffnung der Meerenge für diesen Freitag an, da zuvor noch Minen geräumt werden müssten. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron kündigte für den an diesem Montag beginnenden G7-Gipfel im französischen Évian Gespräche über eine dauerhafte Öffnung der Straße von Hormus an.
Zudem sollen nach iranischen Angaben die Sanktionen gegen iranische Öl- und Petrochemie-Verkäufe ausgesetzt und eingefrorene iranische Gelder in Höhe von 24 Milliarden US-Dollar freigegeben werden. Die Hälfte dieser Mittel müsse gewährt werden, bevor die abschließenden Verhandlungen beginnen, meldete die Nachrichtenagentur Mehr. Dies gelte auch für das Ende der Seeblockade, das bisher nicht von iranischer Seite bestätigt wurde, und die Ölsanktionen gegen das Land.
Die anstehenden weiteren Verhandlungen sollen 60 Tage dauern und sich auf Nuklearfragen sowie die vollständige Aufhebung der Sanktionen konzentrieren, wie es in dem Punkte-Plan heißt, aus dem Mehr zitierte.
Das iranische Raketenprogramm und die Unterstützung von Widerstandsgruppen sollen dem Bericht zufolge von den Verhandlungen ausgeschlossen sein. Die USA und ihre Verbündeten müssten zudem Wiederaufbaupläne für den Iran im Volumen von mindestens 300 Milliarden US-Dollar vorlegen. Dies ist bislang weder von pakistanischer noch von US-Seite bislang bestätigt. Ein endgültiges Abkommen soll durch eine Resolution des UN-Sicherheitsrates gebilligt werden, zitierte Mehr weiter aus der Erklärung.
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