Man muss nicht in die Musikschule, um seinen Rhythmus zu finden. Hier sind Improvisationen für zwischendurch.
© Rocío Montoya
Die Atmung steuert über den Vagusnerv unsere inneren Rhythmen. Beim Luftholen schlägt das Herz schneller, beim Ausatmen langsamer. Außerdem ist die Atemfrequenz über die Riechzellen der Nase an das Bewusstsein gekoppelt. Atemübungen, wie sie fernöstliche Kulturen seit Jahrtausenden praktizieren, trainieren das Herz, reduzieren Stress und fördern die Resilienz. Das wichtigste Prinzip ist langsames Atmen. Für Einsteiger: sechs Atemzüge pro Minute statt der üblichen 12 bis 18. Dafür durch die Nase in den Bauch atmen und beim Ein- und Ausatmen jeweils bis fünf zählen (5 : 5). Wenn Sie sich damit wohlfühlen und geübt sind, verlängern Sie das Ausatmen auf acht Zähler und machen Sie dazwischen sieben Zähler Atempause (4 : 7 : 8). Ein paar Minuten bewusstes Atmen am Tag verbessern nachhaltig das Wohlbefinden.
