Die Polizei hat in den ersten Monaten des Jahres seltener zum Taser gegriffen. Laut Innenministerium gab es im ersten Quartal 312 Einsätze der Elektroschockpistole, 2025 waren es im gleichen Zeitraum 363. Allerdings reichte es wieder in rund zwei Dritteln der Fälle, mit dem Taser zu drohen. Nur 76 Mal feuerten Beamte die Waffe ab.
Die deeskalierende Wirkung des Distanzelektroimpulsgeräts (DEIG) – so der offizielle Name – ist ein wichtiges Argument der Befürworter. Aktuell wird der Taser weiter nur in 18 von 47 Polizeibehörden in NRW genutzt. Im Koalitionsvertrag von CDU und Grünen waren mehrere wissenschaftliche Untersuchungen beschlossen worden, die seit längerem vorliegen und die grundsätzlich positiv ausgefallen sind.
Studien zum Taser fielen positiv aus
Das Innenministerium hatte im zuständigen Ausschuss des Landtags Ende April ausgeführt, dass die Fachabteilung die Studien inzwischen geprüft habe: «Grundsätzlich bestätigen die Evaluationsergebnisse die präventive und deeskalierende Wirkung und damit den erwarteten einsatztaktischen Nutzen des DEIG.»
Gleichzeitig habe man «einzelne Handlungserfordernisse» identifiziert, was die bestehende Dienstanweisung zum Taser und die Aus- und Fortbildung betreffe. «Die Umsetzung dieser Erfordernisse und deren im Zusammenhang mit einer landesweiten Einführung des DEIG verbundenen Folgewirkungen wird die Landesregierung in den engen Austausch mit den regierungstragenden Fraktionen einbeziehen», so das Innenministerium.
Diesen Donnerstag ist die flächendeckende Einführung der Elektroschockpistole erneut Thema im Innenausschuss des Landtags.
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