Auftragszuwächse lassen die deutsche Autoindustrie optimistischer in die Zukunft blicken. Das Barometer für die Geschäftserwartungen sprang im Juli »weiter steil nach oben«, teilte das Münchner Ifo-Institut mit. Der Index stieg nach einem Minus von 30,7 Punkten im April auf nur noch minus 0,1 Zähler. »Die Auftragsbücher füllen sich wieder etwas, und die Exporterwartungen sind gestiegen«, sagte Ifo-Branchenexpertin Anita Wölfl zu diesem Aufwärtstrend.
Die Unternehmen bewerteten dagegen ihre Geschäftslage erneut schlecht und planen außerdem, weitere Stellen abzubauen. Das Geschäftsklima insgesamt, das sich aus Erwartungen und aktueller Geschäftslage zusammensetzt, hellte sich im Juli auf, blieb aber mit minus 15,6 Punkten tief im negativen Bereich.
In ihrem Kerngeschäft machen den Autobauern vor allem der stark sinkende Absatz in China und die erhöhten US-Importzölle zu schaffen. Zuletzt kündigte BMW an, Tausende Stellen streichen zu wollen. Allein im vergangenen Jahr sank die Zahl der Beschäftigten in der deutschen Autoindustrie nach amtlicher Statistik um knapp 50.000 oder sechs Prozent auf gut 721.000.
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