Wegen der neu aufgeflammten Kämpfe im Jemen sind nach Angaben der Vereinten Nationen seit Juli mindestens 76.000 Menschen auf der Flucht. Mehr als 70.000 der Vertriebenen im Jemen hätten allein seit Anfang September ihre Heimatorte verlassen, meldet die Internationale Organisation für Migration (IOM). Die Lage verschlimmere sich von Tag zu Tag. Es sei damit zu rechnen, dass die Zahl der Vertriebenen weiter steige.

Die Huthis, eine mit dem Iran verbündete bewaffnte Rebellengruppe, hatte in den vergangenen Tagen die gesamte jemenitische Küste am Roten Meer erobert, darunter auch die Hafenstadt Mokka und die für den Welthandel wichtige Meerenge Bab al-Mandab. Regierungstruppen starteten nach Angaben jemenitischer Staatsmedien daraufhin eine Gegenoffensive. Saudi-Arabien unterstützt Jemens Regierung im Kampf gegen die Huthis.

Die Huthi-Miliz kontrolliert bereits seit längerem weite Teile des Jemen, darunter die Hauptstadt Sanaa. Seit Ende Juli setzen die Rebellen zudem eine Seeblockade gegen Saudi-Arabien durch und attackieren immer wieder saudiarabische Öltanker im Roten Meer sowie Ölanlagen in dem Königreich. Saudi-Arabien hat im Gegenzug Ziele im Jemen aus der Luft angegriffen.