
Die tollsten Werbekampagnen sind die, über die man sich amüsiert und spricht. Reden wir also über die Idee der Isländer, nach einem schlechten Fotografen zu suchen, ihm eine Reise zu spendieren und auf diese Weise zu zeigen, dass die Schönheit der Insel von keinem knipsenden Banausen verhunzt werden kann.
Oder loben wir den mitreißenden Clip eines amerikanischen Colaverkäufers (nicht der eine, sondern der andere), in dem das Alttestimonial David Beckham, genannt Sir, mit aktuellen Starkickern wie Wirtz, Salah und Vini Jr. die Fußballregeln den Fans zurückgibt.
Und dann ist da noch der TSV Havelse, der einst in der Zweiten Bundesliga spielte, kurz vor der Viertklassigkeit steht und einen klasse Einfall hatte. Der niedersächsische Klub erlaubt sich den Marketinggag, die Zuschauerzahlen in Anlehnung an das Gründungsjahr 1912 immer auf zwölf auf- oder abzurunden.
Mal wurde behauptet, es seien 3012 Menschen gekommen, mal sollen es 912 gewesen sein. Der Zuschauerschnitt wird mit, haha, 1912 angegeben. Ein schöner Spaß, den der Deutsche Fußball-Bund verdirbt. Er gibt sich vergnatzt, weil er von dem Gag nichts wusste und die exakten Zahlen wissen will (die Havelse übrigens liefert). Humor ist, wenn man trotz DFB lacht.
