Der Co-Bundesvorsitzende
der Grünen, Felix Banaszak, hat Bundeskanzler Friedrich Merz als »Opfer seiner eigenen Versprechungen« bezeichnet. »Jeder, der
einen Mathe-Grundkurs hatte, hätte wissen können, dass man nicht
gleichzeitig keine neuen Schulden, Steuersenkungen und Mehrausgaben für
die Verteidigung und für viele andere Dinge versprechen kann«, sagte Banaszak
auf einem Landesparteitag der Grünen in Troisdorf nördlich von Bonn. »Aber Friedrich Merz hat sich dazu entschieden, den Leuten
einen Scheiß zu erzählen.«
Merz habe vor einiger Zeit in einem Interview
selbst eingeräumt, er müsse mal an seiner Kommunikation arbeiten, sagte
Banaszak. Diese Analyse sei aber nicht zutreffend. Das Problem von
Friedrich Merz sei nicht die Kommunikation, sondern eine »falsche
Haltung«. Wer ein verunsichertes Land in tiefer
wirtschaftlicher Not, auf der Suche nach seiner Rolle in einer Welt der
Unordnung, mit Begierde nach Gemeinsamkeit, Zugehörigkeit und Heimat
nach vorn bringen wolle, »der muss auch ausstrahlen, dass er dieses Land
und seine Bürgerinnen und Bürger mag – vielleicht ja sogar liebt und
nicht ihnen von oben herab begegnet, sie belehrt und nur beschimpft«.
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