
Eigentlich kannte die Familie von Alex McKee das Ferienhaus auf Kimolos gut. McKees Mutter wurde auf der griechischen Insel geboren, die Familie kam daher regelmäßig aus Irland zu Besuch. Immer wohnten sie in dem gleichen, rund 50 Jahre alten Steinhaus. So berichtet es der „Guardian“.
Doch als der 17 Jahre alte Alex McKee vergangene Woche die dort vorhandene Outdoordusche benutzen wollte, kam es laut der Zeitung zu einem tödlichen Unfall: Als er den Duschkopf in die Hand nahm, erlitt er einen Stromschlag. Eine Obduktion bestätigte die Todesursache später.
Er habe McKees Mutter sofort angewiesen, den Hauptschalter abzustellen, berichtete der Arzt Agapitos Xanthis im griechischen Fernsehen. Die Frau hatte ihn um Hilfe gebeten und dabei berichtet, einen leichten Stromschlag erlitten zu haben. „Wir können von Glück sprechen, dass es nicht zwei Todesfälle gab“, so Xanthis.
Wie die griechische Polizei dem „Guardian“ mitteilte, wird die Elektrik in der Unterkunft nun genau untersucht, insbesondere der Wasserboiler. Ein unabhängiger Experte soll die Verkabelung überprüfen.
Bürgermeister hatte Installation abgenommen
In dem Land, in dem Tourismus eine große Rolle spielt, wird nun über strengere Kontrollen für Ferienunterkünfte diskutiert. Für besonderes Aufsehen sorgte, dass der Bürgermeister der Insel selbst als gelernter Elektriker die Installation in dem Haus vor zwei Jahren selbst abgenommen hatte. Die Familie erwägt laut dem „Guardian“ rechtliche Schritte.
Auch in der irischen Heimat der Familie ist die Trauer groß. McKee studierte in Cork im Südwesten des Landes. Mit zwei Kommilitonen hatte er ein innovatives Kommunikationssystem für nonverbale Autisten entwickelt. Ein örtlicher Politiker sagte: „Es ist extrem traurig zu hören, dass jemand, der so jung ist, so früh stirbt. Er war eine wirklich talentierte Person mit seinem Leben und seiner Karriere noch vor sich.“
