Die Sachsen-Anhalter haben im ersten Halbjahr so viel für das Lottospielen ausgegeben wie nie zuvor. Grund ist die längste und höchste Jackpotphase aller Zeiten bei Lotto 6aus49, wie Lotto-Geschäftsführer Stefan Ebert in Magdeburg mitteilte. Von Januar bis Ende Juni lagen die Umsätze bei 109,6 Millionen Euro und damit rund 4,8 Millionen Euro über dem Wert des Vorjahreszeitraums.
Rechnerisch habe damit jeder Sachsen-Anhalter im ersten Halbjahr 51,34 Euro für Lotto-Produkte ausgegeben. Fast die Hälfte floss in das klassische Lotto 6aus49. Der Jackpot sei zum letzten Mal am 25. März geknackt worden, also seit 16 Wochen nicht mehr, so Ebert.
Die Wahrscheinlichkeit, den Jackpot zu knacken, liegt bei etwa 1 zu 140 Millionen. Es müssen alle 6 aus 49 Gewinnzahlen und die Superzahl, das ist die letzte Ziffer der Spielscheinnummer, übereinstimmen.
Zwei Lotto-Millionäre im ersten Halbjahr
Lotto-Geschäftsführer Ebert sagte, er erwarte, dass 2026 mit voraussichtlich mehr als 220 Millionen Euro das erfolgreichste Jahr in der 35-jährigen Firmengeschichte werde, wenn nichts Gravierendes dazwischenkomme.
Im ersten Halbjahr wurden in Sachsen-Anhalt zwei Spieler aus dem Bundesland zu Millionären: Am 25. Februar knackte jemand aus dem Landkreis Stendal den Jackpot bei der Zusatzlotterie Spiel 77 und gewann rund 1,4 Millionen Euro, am 19. Mai gingen rund 1,2 Millionen Euro an einen Eurojackpot-Spieler aus dem Saalekreis. 330 Lottospieler erzielten den Angaben zufolge Hochgewinne ab 5.000 Euro. Das waren 30 mehr als im Vorjahreszeitraum.
Im Landkreis Wittenberg noch einmal nachschauen
Immer wieder bleiben Gewinne liegen und werden nicht angefordert. So warte ein Eurojackpot-Gewinn von einer guten Viertelmillion Euro seit über zwei Jahren darauf, dass sich die Person melde, die den Tipp im April 2024 im Landkreis Wittenberg abgegeben habe. Noch ist etwas Zeit: Der Gewinn kann bis zum 31. Dezember 2027 angefordert werden, danach fließt das Geld in einen Topf für eine Sonderauslosung. Alles in allem sind laut Ebert noch Gewinne in einer Gesamthöhe von 750.000 Euro offen.
Das Gemeinwohl gewinnt auch
Bestandteil des staatlichen Lotto-Glücksspiels ist die Förderung des Gemeinwohls. Vereine aus Sport, Kultur, Denkmalschutz, Umwelt und Soziales können eine Förderung erhalten. Im ersten Halbjahr 2026 flossen laut Lotto Toto Sachsen-Anhalt rund 3,8 Millionen Euro für 236 Projekte. Dazu fließt in Form von Lotterie- und Sportwettensteuern und Glücksspielabgaben Geld in die Landeskasse – im ersten Halbjahr waren das zusammen 41,6 Millionen Euro.
Die Lotto-Toto GmbH Sachsen-Anhalt war vor rund 35 Jahren, am 26. September 1991 gegründet worden. Seitdem haben dort Menschen rund 5,8 Milliarden für das Glücksspiel ausgegeben.
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