Antoine Duval ist Senior Researcher am Asser-Institut in Den Haag und Gastdozent an der Universität Amsterdam. Er forscht und publiziert zum transnationalen und europäischen Sportrecht und leitet das Asser International Sports Law Centre.

DIE ZEIT: Herr Duval, Gianni Infantino hat überraschend angekündigt, externe Investoren an einer Firma beteiligen zu wollen, die künftig die Fußball-Weltmeisterschaften veranstalten soll. Er will Teile des bedeutendsten Sportereignisses der Welt, der WM, also verkaufen. Darf er das?

Antoine Duval: Die Fifa hat die Aufgabe, den Fußball zu fördern und zu entwickeln, die Integrität des Spiels zu wahren und eigene Wettbewerbe zu veranstalten. So steht es in ihren Statuten. Es könnte diesen Regeln entgegenlaufen, einen Teil der Einkünfte aus diesen Wettbewerben an Investoren zu verkaufen. Die wollen Gewinne erwirtschaften. Sie sind keine Entwicklungshelfer.