Die gesetzlichen Krankenkassen haben im ersten Halbjahr dieses Jahres ein
Plus verbucht, aber ihre Ausgaben steigen weiter stark. Insgesamt haben
die 93 gesetzlichen Krankenkassen einen Überschuss von 2,6 Milliarden Euro
erzielt, wie das Bundesgesundheitsministerium mitteilte. Dies sei jedoch das Ergebnis von Beitragsanhebungen zu
Jahresbeginn und diene vorrangig dem Auffüllen von Reserven.
Die Finanzreserven
der Krankenkassen betrugen demnach zum Halbjahresende rund 7,5 Milliarden Euro. Damit erreichten die Reserven im Schnitt aller Kassen wieder das vorgeschriebene Mindestniveau von
0,2 Monatsausgaben.
Diese Zahlen gäben keinen Anlass zur Entwarnung, sagte
Gesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU). Die Ausgabendynamik übersteige
weiterhin die Zuwächse bei den Einnahmen deutlich. »Diese Entwicklung muss
gestoppt werden, um die Beitragssatzspirale zu brechen«, sagte Linnemann.
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