Wer aus dem Gasnetz aussteigt, muss es oft trotzdem noch finanzieren – oder den Anschluss teuer stilllegen lassen. Verbraucherschützer kritisieren die unklaren Regeln.
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Im September 2025 bauten Installateure in Franz Zauners Keller eine Wärmepumpe ein. Erdgas braucht der Schwabe seitdem nicht mehr. Sein Haus hing dennoch weiterhin am Gasnetz – und Zauner bekam einen Brief von Netze Südwest, dem lokalen Gasnetzbetreiber: 71,40 Euro sollte er künftig jährlich zahlen, »für die Nichtlieferung von Gas«, scherzt er: »Das ist das bedingungslose Grundeinkommen für Konzerne.«
Vorhaltepauschale nennt sich das. Auch andere Netzbetreiber erheben eine solche. Sie argumentieren, dass es schließlich Geld koste, das Gasnetz zu unterhalten und zu warten, inklusive Hausanschlüssen – auch wenn die nicht mehr genutzt werden.
