Deutschlands Gasspeicher könnten Anfang Februar vollständig leer sein, sollte der Winter sehr kalt werden. Das geht aus einem Papier des Gasspeicher-Verbandes Ines hervor, das mehrere Szenarien durchrechnet und das in Berlin veröffentlicht wurde. Ausgangspunkt der Schätzung ist, dass der Füllstand am 1. November bei 77 Prozent liegen wird.
Sollte der Winter warm oder normal kalt werden, reicht das gespeicherte Gas den Modellrechnungen zufolge locker aus. Im Falle eines sehr kalten Winters – also beispielsweise so kalt wie 2010 – würden die Speicherbestände dagegen nicht reichen, warnt der Verband.
Die Gasspeicher sind aber nur ein Standbein für die Energieversorgung von Industrie und Haushalten. Über die Flüssigerdgas-Terminals (LNG) an Deutschlands Küsten, die als Folge des russischen Angriffs auf die Ukraine installiert wurden, können recht zügig zusätzliche Kapazitäten vom Weltmarkt beschafft werden. Außerdem bekommt Deutschland Gas über Pipelines, etwa aus Norwegen. Sollte also absehbar sein, dass die Gasspeicher nicht ausreichend gefüllt sind, können auf diesen Wegen Extra-Kapazitäten vom Weltmarkt gekauft werden.
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