Am Freitag und in der Nacht zum Samstag werden die letzten drei Sechzehntelfinals ausgespielt. Die Außenseiter wollen dabei nach wie vor beeindrucken und ihre WM-Geschichte weiterschreiben. Der amtierende Weltmeister hat derweil die Titelverteidigung fest im Blick.
Die Spiele des WM-Tages
Australien: Geschichte schreiben, um nichts weniger geht es. Noch nie hat Australien ein K.o.-Spiel bei einer WM gewonnen – 2006 und 2022 gab es jeweils eine Niederlage im Achtelfinale – das soll sich gegen Ägypten ändern. Trainer Tony Popovic wird seine Startelf wohl wieder auf mindestens einer Position ändern. Gewinnt Australien in Dallas, ginge es weiter nach Atlanta und dort wohl gegen Argentinien.
Ägypten: Nach dem 3:1 gegen Neuseeland, dem ersten Sieg der Ägypter in ihrer WM-Historie, war die Freude riesig. Gegen Belgien und den Iran spielten sie jeweils 1:1, die Vorrunde schlossen sie also mit fünf Punkten ab. Und nun? Auch in der ersten K.o.-Runde traut sich das Team von Trainer Hossam Hassan und um Offensivstar Mohamed Salah einen Coup zu.

Kap Verde: Es ist das größte Spiel in der Fußball-Geschichte Kap Verdes. Bei seiner ersten WM-Teilnahme erreichte der kleine Inselstaat gleich die K.o.-Runde – und trifft dort jetzt auf den Titelverteidiger. Zwei Ex-Weltmeister haben sich mit Spanien (0:0) und Uruguay (2:2) bereits die Zähne an den „Blauen Haien“ ausgebissen. Trainer Bubista hat im bisherigen Turnierverlauf viel rotiert und sein Team an den jeweiligen Gegner angepasst. Das macht Kap Verde schwer berechenbar.
Kolumbien: Portugals Spieler äußerten sich nach dem 0:0 im letzten Vorrunden-Spiel voller Respekt über die Kolumbianer. Physisch und von der Willensstärke her macht der Finalist der Copa América 2024 auch bei diesem Turnier wieder einen starken Eindruck. Einziges Problem ist bislang die schwache Chancenverwertung. Die fiel gegen Portugal und auch beim 1:0 gegen DR Kongo auf. Die Frage ist deshalb, wer auf der Mittelstürmer-Position den Vorzug erhält: Luis Suárez von Sporting Lissabon oder der ehemalige Kölner und Berliner Bundesliga-Profi Jhon Córdoba?
Ghana: Die Black Stars stehen erstmals seit 16 Jahren wieder in der K.-o.-Runde einer WM. Damals ging es bis ins Viertelfinale. Davon träumt das Team von Trainer Carlos Queiroz auch bei dieser XXL-Endrunde. Um das Sechzehntelfinale zu überstehen, muss jedoch die Defensive besser stehen als beim 1:2 im letzten Gruppenspiel gegen Kroatien. Es waren die ersten Gegentore für die Westafrikaner im Turnier.
