Die US-Regierung hat die Reisebeschränkungen für die iranische Nationalmannschaft bei der Fußballweltmeisterschaft gelockert. Für das Gruppenspiel gegen Ägypten in Seattle dürfe die Mannschaft bereits zwei Tage vor der Partie in die USA einreisen, teilte das Heimatschutzministerium mit. Bei den ersten beiden WM-Partien in Los Angeles war dem Team die Einreise nach US-Medienberichten erst frühestens 24 Stunden vor dem Anpfiff gestattet worden.
An der Pflicht zur sofortigen Ausreise nach dem Spiel hält die Regierung fest. »Die iranische Mannschaft wird weiterhin verpflichtet sein, das Land am Tag des Spiels zu verlassen«, sagte ein Heimatschutzsprecher. Die übrigen Sicherheitsvorkehrungen blieben unverändert. »Wir setzen uns weiterhin dafür ein, ein möglichst sicheres Turnier für
Spieler, Betreuer und Fans gleichermaßen zu gewährleisten«
»Haben es sehr schwierig gemacht für uns«
Der iranische Trainer Amir Ghalenoei hatte bereits mitgeteilt, dass
seine Mannschaft im dritten Gruppenspiel in Seattle die Reisepläne
erstmals selbst festlegen könne. Für die ersten beiden Spiele habe das
Team wegen der Vorgaben teils weniger als 16 Stunden vor dem Anpfiff vor
Ort gehabt. »Diese Einschränkungen haben es sehr schwierig gemacht für
uns«, sagte er.
Die Auflagen waren vor dem Hintergrund des Irankriegs eingeführt worden, in dem sich die USA und der Iran auf ein Rahmenabkommen geeinigt haben. Iranische Verbandsvertreter kritisierten die Maßnahmen als Benachteiligung und beklagten zudem, dass mehrere Betreuer und Funktionäre keine US-Visa erhalten hätten.
Verfolgen Sie alle Entwicklungen in unserem Liveblog.
