Neue Rechner und neue Prozessoren: Apple zeigt vor seinem turnusmäßigen September-Event überarbeitete Desktoprechner und schnellere Prozessoren. Normalerweise wäre der Herbst der Zeitpunkt der Vorstellung gewesen, Apple hat es wohl jetzt besonders eilig.
30 Prozent mehr Leistung als der Vorgänger
Den Auftakt macht der Mac Studio. Er richtet sich seit 2022 als leistungsstarker Desktoprechner an besonders ambitionierte Nutzer, die hohe Rechenleistung suchen. Er ist nicht mit Steckkarten erweiterbar und läuft in der Oberklasse. Nun kommt der Mac Studio mit neuen Prozessoren, dem M5 Max und M5 Ultra. Bei Letzterem soll die Einheit aus 36 Kernen gegenüber dem M3 Ultra bis zu 30 Prozent mehr Leistung liefern. Die Preise beginnen bei 3000 Euro und reichen bis hin zu 20.600 Euro.

Apple stellt vor allem die höhere Leistungsfähigkeit bei Aufgaben der Künstlichen Intelligenz heraus. Für Aufgaben mit besonders hohem Rechenbedarf, etwa das Training von KI-Modellen oder das Ausführen von Modellen mit über einer Billion Parametern, lassen sich mehrere Mac Studios mit Thunderbolt 5 verbinden. Das alles unterstützt lokale Künstliche Intelligenz, die allein auf dem Rechner läuft, ohne dass Daten das Haus verlassen. Die Stichworte sind Datenschutz und Datensouveränität.
Bis zu acht Displays für Mammutaufgaben
Der hauseigene N1-Chip bringe erstmals Wi-Fi 7 und Bluetooth 6 auf den Mac Studio und sorge für mehr Leistung und Zuverlässigkeit bei drahtlosen Verbindungen. Ferner unterstützt er Genlock über USB-C für eine präzise Synchronisation zwischen einem Bildschirm und Kameras. Der Mac Studio unterstützt außerdem bis zu acht Displays oder bis zu vier Studio Displays XDR mit voller 5K Auflösung und 120 Hz.

Der ebenfalls überarbeitete Mac Mini kommt nun mit M6 und M5 Pro zu Preisen ab 1050 Euro. Er richtet sich an private Nutzer und Unternehmenskunden und hat eine deutlich kleinere Bauform als der Mac Studio. Der M6 ist der erste in 2-Nanometer-Bauweise hergestellte Apple-Chip. Der Hersteller hebt auch hier die höhere KI-Rechenleistung hervor.

Weiterhin profitiert der Mini von schnellerem Speicher und ebenfalls dem N1-Chip für WLAN und Bluetooth. Neu ist ein 2,5-Gigabit-Ethernet-Port, bislang musste man sich mit einem Gigabit pro Sekunde bescheiden. Weiterhin kann der LAN-Port gegen Aufpreis auf zehn Gigabit pro Sekunde aufgerüstet werden. Die Basiskonfigurationen beginnen weiterhin bei 16-Gigabyte-Speicher und einer kleinen 256-Gigabyte-SSD.
