Mehr als zweieinhalb Jahre nach dem Tod von Schauspieler Matthew Perry ist der damalige Assistent des Friends-Stars zu drei Jahren und fünf Monaten Haft verurteilt worden. Bundesrichterin Sherilyn Peace Garnett verhängte in Los Angeles zudem eine zweijährige Bewährungsstrafe und eine Geldbuße von 10.000 Dollar gegen den 60-Jährigen. Er hatte für Perry immer wieder Ketamin gekauft und ihm im Oktober 2023 auch die Spritze gesetzt, die eine für ihn tödliche Dosis enthielt.
Das Gericht erachtete es demnach als erwiesen, dass er dem Schauspieler in
den Tagen
vor dessen Tod mehr als 25 Dosen des Narkosemittels verabreicht
hatte. Den Gerichtsakten zufolge injizierte der Assistent Perry alleine
am Tag
seines Todes drei Dosen der Droge. Im Prozess argumentierten die Anwälte
des Assistenten, dass er lediglich den Anweisungen seines Arbeitgebers
gefolgt sei und nicht habe Nein sagen können.
Der Assistent, der bei Perry im Haus lebte, war es auch, der ihn nach der Überdosis tot in seinem Whirlpool fand. Nachdem er zunächst versucht hatte, den Ermittlern die häufigen Ketamin-Injektionen zu verschweigen, handelte er mit der Staatsanwaltschaft eine Einigung aus und bekannte sich zur Weitergabe von Ketamin mit Todesfolge schuldig.
So wurde er zum wichtigsten Zeugen der Anklage gegen vier
weitere Beschuldigte, die mittlerweile bereits verurteilt sind. Sie beteiligten sich ebenfalls an der Belieferung des Schauspielers mit Ketamin. Das
Strafmaß gegen Perrys Assistenten war das Letzte, das in dem Fall verkündet wurde.
Perry spielte in seiner Karriere vor allem
komische Rollen in Film und Fernsehen und wurde als Chandler in der
Sitcom Friends weltbekannt. Über seinen
langjährigen Alkohol- und Drogenmissbrauch hatte Perry ein Buch
veröffentlicht.
