Wenn Friedrich Merz am Donnerstag dieser Woche in der Kaserne der Panzerlehrbrigade 9 im niedersächsischen Munster eintrifft, dann ist das kein Routinetermin. Die Kleinstadt ist nämlich nicht nur der größte Standort des deutschen Heeres, das der Kanzler bekanntlich zur stärksten Armee Europas ausbauen will. Sie liegt auch im Wahlkreis des Mannes, an dessen Erfolg oder Misserfolg das Schicksal der Merzschen Kanzlerschaft hängt wie an niemandem sonst: seines Vizekanzlers und Finanzministers, des SPD-Vorsitzenden Lars Klingbeil. Klingbeil wird auch dort sein. Am Abend vor dem Kasernentermin steht ein gemeinsamer Besuch in Klingbeils Lieblingskneipe auf dem Programm.
