Wenn sich deutsche Innenpolitiker in die Sommerpause
verabschieden, dann geben sie sich manchmal einen guten Wunsch mit: »Hoffentlich
passiert nichts!« Was sie meinen: hoffentlich kein Anschlag, keine nationale Notlage. Denn das
wäre erstens, logisch, eine schlechte Nachricht für das ganze Land. Und
zweitens wäre der Urlaub eines Innenpolitikers dann kein Urlaub mehr.

In diesem Sommer jedenfalls hat sich der gute Wunsch nicht
erfüllt. Seit in der Nacht auf Donnerstag am Leipziger Flughafen eine mit
Sprengstoff beladene Drohne zufällig entdeckt wurde, ist das Land in Aufregung.
Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) unterbrach seinen Urlaub, um nach
Leipzig zu reisen. Und die Innen- und Verteidigungspolitiker des Bundestags
wurden am Donnerstag von einer Reihe Staatssekretären über die Vorfälle
informiert.