Der schwedisch-britische Milliardär Johan Eliasch ist als Präsident des internationalen Ski- und Snowboard-Weltverbands (FIS) abgewählt worden. Beim Kongress in Belgrad erhielt Eliasch nur 64 Stimmen, Gegenkandidat Alexander Ospelt aus Liechtenstein bekam 65 Stimmen. Damit wurde Ospelt für vier Jahre zum neuen Präsidenten gewählt.
Eliasch stand seit Jahren in der Kritik und galt im internationalen Skisport als Reizfigur. Seit seinem Amtsantritt 2021 wurden ihm ein autoritärer Führungsstil, mangelnde Transparenz und fragwürdige Vermarktungsideen vorgeworfen. Auch für die angespannte Finanzlage des Verbands machten ihn Kritiker mitverantwortlich. Schon 2022 hatten mehrere große Skinationen, darunter Deutschland, Österreich und die Schweiz versucht, ihn aus dem Amt zu drängen. Sie scheiterten damals.
Auch bei der Ski-Elite war Eliasch unbeliebt
Auch bei prominenten Athletinnen und Athleten war Eliasch unbeliebt. So warfen beispielsweise die Skistars Mikaela Shiffrin (USA), Marco Odermatt (Schweiz) und Lucas Pinheiro Braaten (Brasilien) dem Ex-Präsidenten mangelnde Transparenz und Egoismus vor.
Vor der jetzigen Wahl fehlte Eliasch sogar in seinen beiden Heimatverbänden Schweden und Großbritannien die Rückendeckung, sie nominierten ihn nicht zur Wiederwahl. Daher besorgte er sich kurzfristig die georgische Staatsbürgerschaft, um antreten zu können. Über seine Verbindung zu Georgien sagte Eliasch der Nachrichtenagentur dpa: »Ich war schon dort. Es ist ein Land, das mir sehr gut gefällt.«
