Kolumbiens Präsident Abelardo de la Espriella hat nach dem schweren Erdbeben der Stärke 7,4 mit mindestens 111 Toten einen landesweiten Notstand ausgerufen. Alle institutionellen Kapazitäten würden mobilisiert, um angemessen auf die Katastrophe reagieren zu können, sagte De la Espriella, der erst seit drei Tagen im Amt ist. »An erster Stelle steht die Rettung der Menschen, die unter den Trümmern begraben sind«, sagte der kolumbianische Präsident.
Laut dem Innenministerium waren in Kolumbien mehr als 20
Gemeinden von dem Erdbeben betroffen, besonders in der für den Kaffee-Anbau
bekannten Region Departamento Risaralda mit der Regionalhauptstadt Pereira. Mehr
als 1.500 Wohnhäuser sind den offiziellen Angaben zufolge schwer beschädigt
worden, darunter in Pereira, Cali und Manizales. Rund 60 Gebäude stürzten
vollständig ein. Schäden gab es zudem in 18 Krankenhäusern und 52 Schulen. Es wird befürchtet, dass die
Zahl der Toten weiter steigen könnte.
Mehrere Länder bieten Hilfe an
Mehrere Staaten boten Kolumbien Unterstützung an.
Solidaritätsbekundungen kamen am Montag unter anderem aus Mexiko, Brasilien,
Ecuador, El Salvador und den USA. Die Vereinten Nationen und die Europäische Union erklärten
ebenfalls ihre Bereitschaft zur Unterstützung. »Wir haben bereits unseren
Satellitendienst Copernicus mobilisiert, um bei den Rettungseinsätzen zu
helfen«, schrieb EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen auf X.
»Und wir sind bereit, mehr Unterstützung zu leisten.«
