
Im Taunus hat es am Dienstagabend ein Erdbeben gegeben. Nach Angaben des Hessischen Erdbebendiensts schlugen die Messstellen um 22 Uhr (UTC 19:59) an, die Magnitude habe bei 2,6 gelegen. Als Epizentrum gilt das nordwestlich von Wiesbaden gelegene Strüth in Rheinland-Pfalz. Laut den Angaben des Internetdienstes Erdbebennews lag das Beben in 13 Kilometer Tiefe.
Die Erschütterungen im Erdinneren waren vor allem für Bewohner im Rheingau und im Taunus wahrnehmbar. Bei Erdbebennews berichten einige, sie hätten ein Vibrieren wahrgenommen, auch von dumpfen Knallgeräuschen und klirrenden Scheiben ist die Rede. Schäden wurden bislang keine gemeldet.
Vier Stunden zuvor, gegen 18 Uhr, hat der Erdbebendienst Erschütterungen der Stärke 1,1 bei Bad Schwalbach gemeldet. Ein drittes Beben der Stärke 0,5 zehn Minuten nach dem starken Ruck dürften nur die Messgeräte registriert haben. Am Mittwochmorgen waren zunächst unterschiedliche Angaben zum Zeitpunkt des Bebens in Umlauf: Der Erdbebendienst gibt die Zeiten in der auch im Luftverkehr gültigen Universalzeit (UTC) an, während andere die Ortszeit (MEZ) verwendeten.
Grundsätzlich sind Erdbeben in der Region nichts Ungewöhnliches. Im vergangenen Jahr wurden im Bundesland 130 Beben erfasst, das stärkste bei Taunusstein hatte eine Lokalmagnitude von 2,6, wie das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie zum Jahresbeginn in Wiesbaden mitgeteilt hat. Die in jüngster Vergangenheit stärkste Erschütterung, das sogenannte Nassau-Beben, erreichte 2014 eine Stärke von 4,4.
