Wochenlang erkannte man das Ebolavirus nicht. Nun steigen in Zentralafrika die Todeszahlen, auf dem Kontinent gilt der Notstand. Lässt sich der Ausbruch eindämmen?
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Die bislang bekannte Geschichte dieses Virusausbruchs beginnt mit einem gefährlichen Irrtum. Am 24. April bekommt ein Krankenpfleger in der Demokratischen Republik Kongo (DRC) starkes Fieber, erbricht sich, schließlich beginnt er, aus den Schleimhäuten zu bluten. Es sind die typischen Ebolasymptome – und im Nordosten des Kongo wird in einem solchen Fall sofort auf das Virus getestet. Doch das Ergebnis ist negativ. Wenige Tage später stirbt der Patient – und mit ihm innerhalb von vier Tagen drei weitere Gesundheitsfachkräfte. Was die Behandler damals nicht wissen: Der Mann war an einem Virusstamm erkrankt, der von den gängigen Tests nicht zuverlässig erkannt wird. Erst Ende vergangener Woche stellt ein Labor in Kinshasa offiziell eine Ebolainfektion fest. So rekonstruierte es inzwischen die Weltgesundheitsorganisation WHO.
