Der
Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus,
hat bei einem Besuch im Ebola-Gebiet in der Demokratischen Republik Kongo darauf hingewiesen, dass mit dem Virus Infizierte genesen können. Vier Genesene seien am Sonntag aus dem Krankenhaus entlassen
worden, ein weiterer bereits am Freitag, sagte Tedros.
»Natürlich
arbeiten wir weiterhin an Impfstoffen und Behandlungsmethoden, aber das
bedeutet nicht, dass Menschen sich nicht von Ebola erholen können«, sagte Tedros. Laut ihm ist eine Genesung bei guter und frühzeitiger Behandlung möglich. »Wenn Sie bei
Symptomen eine Gesundheitseinrichtung aufsuchen, können Sie
Unterstützung erhalten und genesen. Daher ist es entscheidend, sich so
früh wie möglich zu melden und die notwendige Hilfe in Anspruch zu
nehmen«, sagte der WHO-Chef. Der WHO-Generaldirektor betonte bei der Eröffnung eines neuen
Behandlungszentrums in Bunia am Sonntag zudem, wie wichtig es sei, die
Bevölkerung in die Bekämpfung des Ausbruchs einzubeziehen.
WHO-Chef sichert Ostkongo Beistand zu
Am
Freitag hatte die WHO den ersten Fall eines Genesenen nach einer
Infektion mit dem seltenen Virusstamm Bundibugyo bestätigt. Für diese
Variante gibt es bisher weder eine zugelassene Behandlungsmethode noch einen
Impfstoff. Eine Infektion mit der Bundibugyo-Variante verläuft nach Einschätzung
der US-amerikanischen Gesundheitsbehörde CDC in 25 bis 50 Prozent der
Fälle tödlich.
WHO-Chef Tedros sicherte den Ebola-Gebieten im Ostkongo außerdem die Hilfe der internationalen Gemeinschaft zu. »Ihr seid nicht allein«, betonte er am Sonntag bei seinem Besuch.
Der Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo war vor rund zwei Wochen bekannt geworden. Seitdem steigen die Zahlen rasant. Die Eindämmung des Virus wird von anhaltenden Kämpfen zwischen einer Reihe von Milizen, bewaffneten Gruppen und staatlichen Sicherheitskräften erschwert.
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