
Dass die Ukrainer ein Vierteljahr an der Druschba-Leitung flicken mussten, damit endlich wieder russisches Öl nach Ungarn fließen kann, glaubt kein Mensch. Die Klempnerarbeit an der Pipeline gehorchte offensichtlich einem politischen Zeitplan.
Für Orbán war es Erpressung
Ob der Druck, der durch die defekte Ölleitung entstanden ist, dazu beigetragen hat, ist schwer zu messen; wahrscheinlich nicht sonderlich. Aber so gemeint war es gewiss. Womöglich im Einvernehmen mit Brüssel und wem noch.
Aber auch das ist wahr: Kiew setzt seine Interessen ausgesprochen hemdsärmelig durch, manchmal auch gegenüber Ländern, die es besser als Partner gewinnen sollte. Alles sollte man Selenskyj nicht durchgehen lassen.
