Seit fast einem Jahr gibt es in Deutschland erstmals ein
Bundesdigitalministerium. Damit will die Regierung wohl signalisieren,
dass es nun endlich vorangehen soll mit der Digitalisierung im Land. »Wir
packen es an. Wir meinen es ernst«, sagte Digitalminister Karsten Wildberger
(CDU) kurz nach dem Startschuss des Ministeriums im vergangenen Jahr.
Wer glaubt, das bedeutet, dass die aktuelle
Regierung deutlich mehr Geld für Digitalisierungsprojekte ausgeben würde als
die vergangenen, irrt. Für Dinge wie den Breitbandausbau, die Förderung
künstlicher Intelligenz (KI) oder die Digitalisierung der Verwaltung hat der
Bund im vergangenen Jahr 21,2 Milliarden Euro ausgegeben. Das ist zwar etwas
mehr als im Jahr davor. »Aber der erhoffte Investitionsschub ist das noch
nicht«, sagt Stefan Heumann, Direktor des Thinktanks Agora Digitale Transformation.
