Die Jury des Deutschen Buchpreises hat die Shortlist für den Deutschen Buchpreis bekannt gegeben. Wie der Börsenverein des Deutschen Buchhandels in Frankfurt am Main mitteilte, haben fünf Autorinnen und ein Autor eine Chance auf den mit 25.000 Euro dotierten Preis: Shida Bazyar mit Die Lücken (Kiepenheuer & Witsch), Franziska Gänsler mit Orca (Kein & Aber), Valeria Gordeev mit Die Zikade entschlüpft ihrer goldglänzenden Hülle (S. Fischer), Elias Hirschl mit Schleifen (Paul Zsolnay), Peggy Mädler mit Selbstregulierung des Herzens (Galiani Berlin) und Dana Vowinckel mit Anton und Alma (Suhrkamp).
»So unsicher die Gegenwart auch sein mag, erweist sie sich doch als Nährboden für eine großartige Literatur«, sagte die Jurysprecherin Cornelia Geißler. »Wir lesen auf vielfach unerwartete Weise von Sehnsucht, Freundschaft, Liebe und Gewalt. Wir sind begeistert davon, welch ästhetischer Reichtum in diesen Büchern steckt, welche Sprachlust.«
Preisverleihung am 5. Oktober
Die sieben Jurymitglieder wählten aus 205 Titeln, die seit dem 1. Oktober 2025 erschienen sind, zunächst eine Auswahl von 20 Werken, die sogenannte Longlist. Nicht in die Endauswahl der Shortlist kamen unter anderem Ingo Schulze mit Das Wasser im August, Heinz Strunk mit Memories of Heidelberg, Svenja Leiber mit Nelka und Lukas Rietzschel mit Sanditz.
Mit dem Deutschen Buchpreis zeichnet die Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels seit 2005 jährlich den besten deutschsprachigen Roman des Jahres aus. Erst am Abend der Preisverleihung am 5. Oktober im Rathaus von Frankfurt am Main erfahren die sechs Nominierten, an wen der Preis geht. Die fünf übrigen Finalisten erhalten jeweils 2.500 Euro. Im vergangenen Jahr ging die Auszeichnung an Dorothee Elmiger für ihren Roman Die Holländerinnen.
