
In Krefeld-Uerdingen, dort, wo der Rhein auf seinem Weg in die Niederlande einen besonders weit geschwungenen Bogen nach Westen schlägt, hat der Maler Bart Koning sein Atelier. Wenn er mit seinen Ölfarben arbeitet, kann er die Lastkähne auf dem Wasser vorbeiziehen sehen. Aber allzu oft überlässt er sich dem ruhigen Schauspiel nicht, das der vorindustrielle Handelsweg in der Flusslandschaft vor seinem Fenster präsentiert. Seine Malerei erfordert viel Konzentration, und in gewisser Weise konkurriert sie mit der Langsamkeit der Lastkähne.
Langsam: Das wäre das erste Attribut seiner Kunst. Weitere müssten lauten: genau und filigran. Denn der niederländische Maler Bart Koning, geboren 1957 in Amsterdam, scheint es mit der Wirklichkeit selbst aufnehmen zu wollen, so virtuos, so täuschend realistisch wirken seine Bilder auf den ersten Blick.
