
Der überragende Ermedin Demirovic hat dem VfB Stuttgart mit drei Toren innerhalb von zwölf Minuten einen Start nach Maß in die Champions League beschert. Die ambitionierten Schwaben gewannen das erste Spiel der Ligaphase gegen Viking Stavanger glanzlos, aber verdient mit 3:1 (3:1) und machten sich zum 133. Klub-Geburtstag ein schönes Geschenk.
Torjäger Demirovic brachte den VfB in der 20. Minute in Führung. Zlatko Tripic glich zwei Minuten später vor 60.000 Zuschauern für den norwegischen Meister aus, ehe abermals Demirovic noch zweimal nach tollen Vorlagen von Deniz Undav zuschlug (26. und 32.).
Der 28-Jährige, der in der 62. Minute bei seiner Auswechslung frenetisch gefeiert wurde, ist damit der erste Stuttgarter Spieler, dem im wichtigsten europäischen Vereinswettbewerb drei Treffer in einem Spiel gelangen.
Vor zwei Jahren schafften es der VfB in der „Königsklasse“ nicht über die Ligaphase hinaus. Nun soll es aber klappen. „Das muss das Ziel sein“, betonte Kapitän Undav. Auch Hoeneß erklärte vor dem Anpfiff: „Wir haben vor, anzugreifen.“
Nach dem 4:1 in der Bundesliga gegen den 1. FC Köln änderte der VfB-Coach sein Team auf zwei Positionen: Jamie Leweling startete für Josha Vagnoman, Demirovic für Dzenan Pejcinovic, was sich als Glücksgriff erweisen sollte.
Zunächst begann der VfB jedoch nervös und fand in der vom Trainerduo Morten Jensen und Bjarte Lunde Aarsheim gut eingestellten Viking-Defensive keine Lücken. Etwas überraschend fiel die Stuttgarter Führung mit der ersten Chance: Angelo Stiller legte quer, Demirovic schloss gedankenschnell ab.
Lange währte die erste Freude nicht: Einen Konter für Stavanger, das erst zum zweiten Mal in seiner Vereinsgeschichte Champions League spielt, schloss Tripic ab. Es war nicht das einzige Mal, dass die VfB-Abwehr in dieser Phase unsortiert wirkte. Doch der VfB erhöhte den Druck und wurde dank Demirovic belohnt. Beim 3:1 half allerdings auch Viking-Torwart Arild Östbö tatkräftig mit.
Nach dem Wechsel hatten die Schwaben trotz des Vorsprungs zunächst Probleme. Ohne Demirovic, den Pejcinovic ersetzte, fehlte aber vorne die Durchschlagskraft, um weitere Treffer zu erzielen.
