Fangen wir, weil es hier um den Haushalt gehen soll, mit ein paar Zahlen an: Bis zum Jahr 2030 sollen die Verteidigungsausgaben auf 179,9 Milliarden Euro steigen. Das sind rund 3,7 Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung oder fast 30 Prozent des gesamten Bundesetats in Höhe von dann 625,1 Milliarden Euro. In vier Jahren landet also jeder dritte staatliche Euro beim Militär.

Und das ist noch nicht alles: Für Investitionen in die Infrastruktur sollen schon in diesem Jahr 118,2 Milliarden Euro ausgegeben werden, im nächsten 118,5 und in dem darauf 121,4 Milliarden Euro. Raus mit dem Geld – das ist die Botschaft der heute von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) vorgelegten mittelfristigen Finanzplanung.