Ob Geschäftsreise oder Urlaub mit der Familie: Wer nach einer passenden Unterkunft sucht, landet häufig auf dem Buchungsportal Booking.com. Anhand der Auflistung der Unterkünfte lässt sich allerdings oft nur schwer erkennen, ob sich das Hotel in Strandnähe befindet oder wie zentral es zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten liegt. Das Portal bietet daher auch eine Kartenansicht an, damit sich die Nutzer einen besseren Überblick verschaffen können.
Dieser Text stammt aus der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
Nur: Auf dieser Karte werden üblicherweise nicht direkt alle Unterkünfte angezeigt, sondern nur eine gewisse Auswahl. Erst beim näheren Hineinzoomen stellen Nutzer meist fest, dass es beispielsweise um den Wiener Stephansdom oder den Pariser Eiffelturm noch mehr Unterkünfte gibt, als sie auf den ersten Blick gesehen haben. Bei einem Test haben zwei verschiedene Nutzer anfänglich unterschiedliche Unterkünfte auf der Karte angezeigt bekommen, bemängelt Kerstin Hoppe vom Verbraucherzentrale Bundesverband. „Dabei ist unklar, nach welchen Kriterien die Unterkünfte angezeigt werden“, sagt sie. Die Organisation klagt deshalb gegen das Buchungsportal und fordert von Booking.com mehr Transparenz.
Das Unternehmen habe Kenntnis von der Klage und prüfe derzeit das weitere Vorgehen, heißt es auf Anfrage der F.A.S. von Booking.com. Das Buchungsportal hat seinen Hauptsitz in den Niederlanden und bezeichnet sich selbst als eines der weltweit führenden Reiseunternehmen. Etwa 28 Millionen Unterkünfte sind auf der Plattform gemeldet.
Wer sich mit den anfänglichen Vorschlägen auf der Karte nicht zufriedengeben will, kann sich auch einer einfachen Einstellung bedienen: Statt nach „Top-Treffern“ zu sortieren, lassen sich die Suchkriterien auch nach Preisen oder nach Bewertung ändern. Das von den Verbraucherschützern kritisierte Problem bleibt dabei allerdings bestehen: Auch dann werden nicht sofort alle verfügbaren Unterkünfte angezeigt.
